09.04.2026, Beginn: 20:00 Uhr

CID RIM (A)

Ende 2022 beschließt Clemens Bacher alias CID RIM, den europäischen Winter zum ersten Mal in seinem Leben gegen Sonne einzutauschen, und zieht für einige Monate nach Mexico City. Das Ergebnis ist sein neues Studioalbum SPRINT – eine farbenfrohe Ode an die Lebensfreude und eine Studie über das Verlassen der eigenen Komfortzone.

Angekommen auf der anderen Seite der Welt, geht Bacher zum Boxtraining in einem Park, wo er lokale Kreative trifft. Er isst reifes Obst und rohen Fisch, trinkt leichte Biere und mietet sich ein Studio. Dieses Studio auf dem Dach eines Wohnhauses - mit seinem abgerockten Equipment eigentlich mehr Writing Room als Recording Studio – bietet die vielleicht beste Aussicht der Stadt.


Bacher nimmt sich vor, dort jeden Tag eine Skizze zu schreiben. Er lebt ein glückliches Leben und widmet sich dem, was sich richtig anfühlt. Es ist also keine Überraschung, dass SPRINT sich wie ein musikalischer Sonnenstrahl anfühlt – das Gegenteil von Schneeregen. Die Leadsingle „Yes“ ist mit ihrer unverschämten und anhaltenden Positivität, ihren cartoonhaften Stakkato-Klavierakkorden und schweren Breakbeats ein perfektes Beispiel dafür. Eine Idee, die nur darauf gewartet hat, aus dieser sonnendurchfluteten Luft gegriffen zu werden – und innerhalb weniger Minuten in Bachers Studio quasi vollständig ausgeformt war. Er beschreibt, wie schnell der Track sich praktisch selbst schrieb, als eine „fast magische Erfahrung“. Das ist der Geist von SPRINT: dem Prozess vertrauen, nicht nachdenken, es geschehen lassen.


Normalerweise musikalischer Einzelgänger, lernt Bacher, sich für SPRINT auf vertraute Weggefährten zu stützen – seine Schulfreunde The Clonious und Dorian Concept. Beide erinnern sich an den Moment, als er mit den ersten Demos aus Mexiko zurück nach Wien kam:


Dorian Concept: „Ich glaube, es muss sich wie ein Full-Circle-Moment angefühlt haben, als Clemens diese Demos zu uns zurück nach Wien brachte – nachdem er vor Mexiko auch jahrelang in London gelebt hatte.“


The Clonious: „Ich habe ihm sofort gesagt: Diese Musik ist etwas Besonderes. Und für mich ist das schöne Ende der langen Kette von Entscheidungen, die ihn in die mexikanische Sonne – und zu dieser Musik – geführt haben, die Tatsache, dass er das alles zu Oliver und mir nach Hause gebracht hat. Ein abgenutztes Schlagzeug. Ein kaputtes SM57. Ein Fender-Verstärker, der direkt aus der Massenproduktion kommt. In einer Welt, in der makellose Musikproduktionswerkzeuge leicht zugänglich sind, war es so erfrischend, etwas klanglich Ungeschliffenes zu hören.“


Dorian Concept weiter: „Für mich fühlt sich diese Platte wie ein kühner Schritt nach außen für Clemens an. Fast so, als würde er auf etwas zustürmen. Sie lässt mich auch an diesen unzerbrechlichen Optimismus denken, den Clemens verinnerlicht hat – und wie sich das in einem fast sturen Drang nach vorne manifestiert.“


SPRINT ist also eher Familienangelegenheit als Soloprojekt und markiert – an der Schwelle zu seiner Vaterschaft – einen Aufbruch für CID RIM. Nachdem er sein geliebtes Wien verlassen hat, um die Sonne hereinzulassen, ist das Album ein Denkmal für neue Perspektiven, positive Lebensentscheidungen und das Vertrauen in die Menschen, die einem am nächsten stehen.


Als viertes Album in seiner Karriere klingt SPRINT erfrischend unbelastet – der Ausdruck eines Künstlers, der nichts beweisen muss und einfach Spaß haben will. Im Studio genauso wie auf der Bühne.


Foto: Luis Ramone


15.04.2026, Beginn: 20:00 Uhr

LYCHEE LASSI (D)


23.04.2026, Beginn: 20:00 Uhr

tAngerinecAt (UA, UK)

British duo tAngerinecAt graced an array of prestigious festivals, including Wave-Gotik-Treffen, Tallinn Music Week, Menuo Joudaragis, Hradby Samoty, Ex Tenebris Lux, Focus Wales, Equinox, Eden, Willowman, Knockengorroch, among numerous others. In 2024, they embarked on a tour across Germany and Czechia alongside the legendary dark-electro pioneers, Project Pitchfork.

​​The duo has single-handedly built a worldwide cult following during over a decade of existence, released 6 albums, and toured in 15 countries. In the wake of the global acclaim garnered by their album GLASS, which hit the top of the charts on Bandcamp and was voted one of Louder Than War's top 100 albums of 2022, tAngerinecAt released their new album GRIEF on 9 May 2025.


​Originating in Ukraine and residing in North Wales, tAngerinecAt embodies a rich tapestry of musical influences that intertwine West and East. The duo conveys a strong anti-war, anti-fascist, and anti-ecocide message, where the hauntingly intimate allure of dark jazz a cappella coexist with the fierce energy of hammering industrial electronic beats and poignant spoken word. It reflects the profound mastery of Ukrainian-born Zhenia Purpurovsky, a classically trained multi-instrumentalist, vocalist, producer, conductor, and actor, in partnership with the visionary sound designer and multi-instrumentalist Paul Chilton who hails from Britain. With a degree in folkloristics, Purpurovsky adeptly juggles rich cultural symbols, creating a tapestry of meaning.


---


New album “GRIEF”


tAngerinecAt channels their profound experiences of war and exile into their work, tackling these subjects through GRIEF in a deeply personal and resonant way.


Purpurovsky, a nonbinary producer and songwriter with a diverse ethnic heritage, conjures a universe of striking and powerful imagery. In this realm, the natural beauty of Wales and its elements serves as both a sanctuary and identity, particularly in the aftermath of extreme poverty, homelessness, disability, severe trauma, isolation, and the challenges faced due to activism, neurodivergence and queerness.


The tone of the album carries the atmosphere of an Eastern Orthodox liturgy, something that is familiar to Purpurovsky from childhood. Being an atheist, does not stop Purpurovsky from honouring these experiences that helped him to survive at the time and reinterpret them in a radical collective ceremony of grief which heals and empowers.


GRIEF conveys a strong anti-war, anti-fascist, and anti-ecocide message, deeply rooted in the personal journey of Purpurovsky. The album emerges as a masterfully crafted concoction of free-spirited, underground resistance brewed in a cauldron of haunting Twin Peaks-esque soundscapes and cathartic revelations, while shifting between languages. Even with its bleak undertones, this work evokes themes of hope, love, unity, and beauty, providing a counterpoint to escapism by embracing reality and navigating through despair to discover pathways to liberation. Grief is love


---


Zhenia Purpurovsky (he/him) - composition, production, poetry, vocals, sound design, mixing. Live: vocals, electronic drums, electronics, live looping. Born in Kyiv, Ukraine, in 1980, in Ukrainian Jewish family. Based in Wales, UK. British citizen. Nationality: Cosmopolitan.


Paul Chilton (they/them) - sound design, programming, vocals, synths, mixing. Live: electronics, synths, vocals. Born in Cheshire, UK, in 1976. Based in Wales, UK. British citizen. Nationality: Cosmopolitan.


---


Foto: James Armandary