06.05.2026, Beginn: 15:00 Uhr

Tanzcafé mit Live-Musik

jeden Mittwoch gibt es von 15:00 bis 18:00 ein Tanzcafe im Cafe Wolf.

Schlager, Evergreens, Polka, Walzer, Cha Cha, Rumba uvm.


Jeden Mittwoch geht im Wolf auch nachmittags die Post ab.


Eingeladen sind alle: Alt und Jung, Offensive und Vorsichtige.



kuratiert von Lothar Lässer


Grafik: Josef Fürpaß


07.05.2026, Beginn: 20:00 Uhr

SUNDL (A)

"Goth Housing" ist das fünfte Album des Wiener Produzenten Sundl. Und: Musik für Seelen, die den Geruch von Kellergewölben als Beziehungsstatus anführen. Sundl nennt das nicht ohne Grund Goth House. Auf der einen Seite: verschwitzte Euphorie, dieses manische Wir-Gefühl um 4 Uhr 12. Auf der anderen: die noble Blässe, der David-Lynch-Vorhang der Welt. Für Sundl ist das keine Scheinehe. Eher eine leidenschaftliche Affäre auf dem Friedhof von Père Lachaise, wo man in schwarzem Rollkragenpullover den Optimismus beerdigt.

Dafür zeichnet "Goth Housing" zuerst ein Vanitas-Stillleben als Clubmusik. Natürlich ohne dieses Hände-hoch-Versprechen, ohne ewigblödes "gleich passiert was". Hier passiert es nämlich die ganze Zeit – nur nicht als Rauschformel, sondern als kritische Infrastruktur. Ja, Goth wohnt hier. Mit Meldezettel. Ohne Heizung. Und hinter schlecht isolierten Wänden. Ein Album wie ein Gebäude, das nachts längere Schatten wirft als tagsüber.


Man hört "Goth Housing" und denkt an alles gleichzeitig: An Robert Smith, der heimlich Ecstasy nimmt, an leerstehende Immobilien in der Josefstadt, an die totale Abwesenheit von Vitamin D und an die Frage, ob Schwarz wirklich die Antwort ist oder ob es einen nur unsichtbar macht für die Zumutungen der Außenwelt.


Wahrscheinlich ist "Goth Housing" aber gar kein Album über Dunkelheit, eher über Konsequenz. Darüber, etwas durchzuziehen, ohne es dauernd kommentieren zu müssen. Sundl baut also weiter. Raum für Raum. Und man merkt erst spät, dass man längst eingezogen ist.


"Goth Housing" erscheint als Kassette bei Cut Surface und Wilhelm Show me the Major Label.


Foto: Marija Jociūtė


13.05.2026, Beginn: 15:00 Uhr

Tanzcafé mit Live-Musik

jeden Mittwoch gibt es von 15:00 bis 18:00 ein Tanzcafe im Cafe Wolf.

Schlager, Evergreens, Polka, Walzer, Cha Cha, Rumba uvm.


Jeden Mittwoch geht im Wolf auch nachmittags die Post ab.


Eingeladen sind alle: Alt und Jung, Offensive und Vorsichtige.



kuratiert von Lothar Lässer


Grafik: Josef Fürpaß


13.05.2026, Beginn: 20:00 Uhr

Bernhard Schnur + Band (A)

Album Präsentation : „Leeds“. Bernhard Schnur, einer der begnadetsten Songwriter des Landes und ehemaliger Kopf und Stimme der legendären Wiener 90er Independent Band Snakkerdu Densk, kommt mit neuem Album namens LEEDS und seiner Band zur Frühlingsshow ins Café Wolf nach Graz.

Seit über drei Jahrzehnten nimmt Bernhard Schnur den Popsong ernst. Er weiß, es handelt sich um ein Format, das Glückseligkeit verspricht. Er weiß aber auch, es hat keinen Sinn, in althergebrachten Formeln zu erstarren. Dementsprechend hält er ewige Werte hoch – Melodien, offene Gitarrenakkorde, die Beatles – und wagt sich vor ins Unbekannte, indem er kreischt wie ein Vogel oder röhrt wie ein Sumpfmonster. Pop ist eben beides: Harmonie und Exzess. In den 90er-Jahren war Schnur Komponist und Bandleader der Underground-Popper Snakkerdu Densk. Im dritten Jahrtausend hat er seine musikalische Sprache auf bislang fünf Solo-Platten verfeinert. Hier hat einer im schmutzigen, imperialen, Balkan-geprägten, widerständigen Wien zu einer ureigenen Sprache gefunden. Sie ist gleichermaßen von Schönheit und von Willen zum scheinbar Unmöglichen geprägt. Aber eben, scheinbar. Wenn das Unmögliche so verführerisch daherkommt wie bei Schnur, dann sollte man zuhören, tanzen, schwelgen.


Bernhard Schnur: Gesang, Gitarre
Oliver Stotz: Gitarre, Keyboard
Romeo Bissuti: Bass
Martin Pfeiffer: Schlagzeug

20.05.2026, Beginn: 15:00 Uhr

Tanzcafé mit Live-Musik

jeden Mittwoch gibt es von 15:00 bis 18:00 ein Tanzcafe im Cafe Wolf.

Schlager, Evergreens, Polka, Walzer, Cha Cha, Rumba uvm.


Jeden Mittwoch geht im Wolf auch nachmittags die Post ab.


Eingeladen sind alle: Alt und Jung, Offensive und Vorsichtige.



kuratiert von Lothar Lässer


Grafik: Josef Fürpaß


20.05.2026, Beginn: 20:00 Uhr

Parajekt (A)

Parajekt ist das Duo von Bernhard Hammer (Elektro Guzzi) und Matija Schellander – ein musikalisches Projekt, das sich über ein Jahrzehnt hinweg behutsam und organisch entwickelt hat. Ihr gleichnamiges Debütalbum erscheint im Januar 2026 auf Palazzo Recordings, dem Label von Bernhard Hammer und Elektro Guzzi.

Bernhard Hammer (E-Gitarre & Elektronik), Matija Schellander (Drummachine & Sampler)


Die Musik von Parajekt entsteht ausschließlich mit elektronischen Instrumenten: Drum Machines, Sampler, modulare Synthesizer, Effektgeräte und eine Tonbandmaschine bilden die Grundlage. Letztere bringt durch ihre klanglichen Eigenheiten und technischen Grenzen eine besondere Präzision in den Produktionsprozess. Die Aufnahmen dienen dabei als erste Schicht – eine Art klangliche Partitur, die im nächsten Schritt live oder im Studio überschrieben, weiterentwickelt und mithilfe von Dub-Techniken veredelt wird.


Inspiriert von elektronischer Beatmusik, Musique Concrète und Noise verschmilzt bei Parajekt klangliche Komplexität mit rhythmischer Direktheit. Die Bühne wird zum offenen Studio – der Produktionsprozess selbst zum performativen Moment.


Das erste Live Konzert des Duos im Januar 2024 wurde zum Wendepunkt und markierte die letzte Periode und den Abschluss der langjährigen Entstehungsphase ihres ersten Albums.


Parajekt steht damit exemplarisch für eine Musik, die Zeit, Reduktion und Tiefe als kreative Ressourcen begreift.


Album: Parajekt | Künstler: Bernhard Hammer & Matija Schellander | Label: Palazzo Recordings | VÖ-Datum: 23. Januar 2026.


Link: https://fanlink.tv/wWPk


Foto: Astrid Knie


21.05.2026, Beginn: 20:00 Uhr

Johnny Batard + Guest (A)


27.05.2026, Beginn: 15:00 Uhr

Tanzcafé mit Live-Musik

jeden Mittwoch gibt es von 15:00 bis 18:00 ein Tanzcafe im Cafe Wolf.

Schlager, Evergreens, Polka, Walzer, Cha Cha, Rumba uvm.


Jeden Mittwoch geht im Wolf auch nachmittags die Post ab.


Eingeladen sind alle: Alt und Jung, Offensive und Vorsichtige.



kuratiert von Lothar Lässer


Grafik: Josef Fürpaß


28.05.2026, Beginn: 20:00 Uhr

Archive Pleasure Social Club

TBA

Das Institut 16 Jazz- und Popularmusikforschung der Kunstuni Graz
hütet 50.000 Schallmedien, die seit den 1960er Jahren gesammelt und
durch die Privatarchive von Dietrich Schulz-Köhn (Jazzexperte) und
Ekkehard Jost (Musikwissenschaftler) erweitert wurden.


Für den Archive Pleasure Social Club ziehen Mitarbeiter*innen des
Instituts einmal im Monat eine Selektion aus den Kästen und machen sie
im Café Wolf körperlich erlebbar. Dabei werden die Mechanismen
ausgeschaltet, die das Akademische oft vom Sinnlichen entfernen.


Foto: KUG